Einführende Überlegungen
"Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!" wer kennt diesen Satz nicht!?
Und, er passt zum Zeitgeist. Gibt es doch gerade im Bereich des Gesundheitswesens und der Altenhilfe zuhauf Kontrollinstanzen, wie MD, FQA & Co, die eher eine Kultur der Kontrolle und des Misstrauens prägen.
Dies dekliniert sich durch viele Bereiche und Ebenen auch und vor allem in der Führung. Über Leitlinien, Standards, Handlungsanweisungen und Kontrolle sollen beste Ergebnisse erreicht werden, …
Ist das wirklich so?
Wäre es nicht viel zielführender auf "Vertrauen" in die Fähigkeiten der Mitarbeiter/innen zu setzen, ihnen Gestaltungsspielräume zu geben und Verantwortung zu übertragen?
"Wachsendes Vertrauen zueinander ist ein guter Boden für ein fruchtbares Miteinander", so Ernst Ferstl.
Und in der Tat, das gesamte menschliche Leben wurzelt im Vertrauen und prägt unser persönliches wie auch unser berufliches Leben.
In den letzten Jahren ist wohl selten ein Wort so häufig (über)strapaziert worden, wie der Begriff "Vertrauen"!
Man soll Vertrauen in die Zukunft, zu Produkten, zu Parteien, zu Organisationen u. v. a. haben. Sog. "vertrauensbildende Maßnahmen" gelten heute als wichtiger Baustein des Managements und doch ist das Vertrauen bei immer mehr Menschen irritiert, gestört oder sogar zerbrochen.
Dabei ist Vertrauen für uns Menschen von hoher Bedeutung. Es spiegelt sich in den verschiedensten zwischenmenschlichen Beziehungen und Lebensbereichen ebenso wider, wie in dem Verlassen auf Organisationen, dem eigenen Arbeitgeber oder anderen Institutionen.
Doch, wie kann es gelingen, "Vertrauen" als Basis für das eigene Führungshandeln zugrunde zu legen?
Setzen Sie sich auf der Basis neuester sozialwissenschaftlicher Erkenntnisse mit dem psychologischen Phänomen "Vertrauen" auseinander!
Ziele
Sie wissen wie stark "Vertrauen" unser Leben beeinflusst, welche (Aus-)Wirkungen sich bei Mitarbeiter/innen, Patientinnen/Patienten, Bewohner/innen und Kunden und nicht zuletzt auf die Ergebnisse Ihrer Einrichtung zeigen.
Sie wissen, wie Sie Vertrauen für sich und Ihre Mitarbeiter/innen (er)halten können und gewinnen Sie im wahrsten Sinne des Wortes "Vertrauen" in Ihr Führungshandeln.
Inhalte
- Vertrauen: Was ist das?
- Vertrauen als bedeutsamer Baustein der individuellen Biographie
- Vertrauen und Kontrolle: in welchem Zusammenhang stehen sie?
- wenn das Vertrauen irritiert oder verloren gegangen ist
- professionell Führen durch Vertrauen: Bedingungen, Störungen und Präventions- und Interventionsmuster
Methoden/Medien
Der Dozent orientiert sich an den Prinzipien der Erwachsenenbildung. Ausgewählte Methoden und Sozialformen sind theoretische Impulse, Diskussion im Plenum, Arbeit an konkreten Fällen und Praxistransfer.
Zielgruppe
Führungsverantwortliche aus Krankenhäusern, Einrichtungen der (teil-)stationären Altenhilfe, der ambulanten Pflege, der Behindertenhilfe und anderen sozialen Einrichtungen, Interessierte
Kosten
241,50 €
Für katholische Einrichtungen 230,00 €
(o.g. Preise inkl. Seminarunterlagen und Teilverpflegung)
Veranstaltungsnummer
F 5-26
