Zum Abschluss der Kampagne "Stell mich an, nicht ab!" machten mehr als 150 Langzeitarbeitslose mit Pappfiguren und Bannern vor dem Reichstag auf ihre Situation aufmerksam. (c) Benjamin Mohrich für den Deutschen Caritasverband
Deshalb fordern der Deutsche Caritasverband (DCV) und die Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft "Integration durch Arbeit" (BAG IDA) mit der Aktion "Stell mich an, nicht ab!" einen Um- und Ausbau der öffentlich geförderten Beschäftigung. Mit einer Kundgebung vor dem Reichstag endete die Aktion am 1. Oktober 2013.
"Wer lange arbeitslos ist, hat häufig gesundheitliche oder psychische Probleme, weil die Situation so belastend ist. Wenn dann noch weitere Schwierigkeiten wie Verschuldung oder Sucht hinzukommen, ist die Chance auf einen regulären Arbeitsplatz nahezu aussichtlos", macht Caritas-Generalsekretär Georg Cremer deutlich. Die Arbeitsvermittlung dürfe deshalb nicht ausschließlich die Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt zum Ziel haben. "Gerade bei Menschen, die über Jahre arbeitslos sind, ist eine schrittweise Förderung in praxisnaher Beschäftigung nötig, die langsam wieder an die Erwerbsfähigkeit für den ersten Arbeitsmarkt heranführt", fordert Cremer. Auf notwendige individuelle Hilfen wie etwa eine Schuldnerberatung müsse es einen Rechtsanspruch geben.