Familienorientierte Suchtarbeit
Für die Zielgruppe der suchtkranken Eltern wird seit Jahren von Fachverbänden, Bundesverbänden und der Politik mehr Aufmerksamkeit gefordert. Das zweijährige, vom Bundesministerium für Gesundheit geförderte Projekt „Familienorientierte Suchtarbeit zur Stärkung elterlicher Kompetenz”, nimmt suchtbelastete Eltern in den Fokus.
Die familienorientierte Suchtarbeit geht davon aus, dass suchtkranke Menschen gute Eltern sein können.caroline hernandez/unsplash.com
Die gezielte Förderung der Elternkompetenz suchtkranker Elternteile, parallel zur Beratung und Behandlung der Suchterkrankung, schließt eine bislang große Lücke im Versorgungssystem des ambulanten Settings. Das kommt sowohl den Kindern als auch den suchtkranken Eltern zu Gute. Für die gemeinsame Bearbeitung von Sucht- und Erziehungsthemen sind ein komplexes Angebotsspektrum und verschiedene Hilfestellungen erforderlich. Diese Angebotsstruktur umfasst unter anderem Beratung (auch im Familienumfeld), lebenspraktische Unterstützung, Austausch unter Eltern und Angebote für Kinder. Damit diese aufwendigen komplexen Hilfen für Eltern und Kinder in suchtbelasteten Familien gelingen kann, braucht es die strukturierte Kooperation von Suchthilfe und Jugendhilfe. Nur so können die spezifischen Kompetenzen beider Arbeitsfelder zusammengeführt und integriert werden.